Kindertagespflege Kusselköppe
 
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Wie wichtig Sprache ist
        Sprache        
Bewegung und Sprache stehen in engen Zusammenhang und beginnen schon mit der Geburt eines Kindes. Für den Erwerb von Sprache sind die Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen wesentliche Voraussetzungen dafür. Kinder hantieren mit Gegenständen, sie probieren aus und sammeln durch die Bewegung dabei Erfahrungen, die später in Verbindung mit Sprache zu Begriffen für das Kind werden.
Noch bevor das Kind sprechen kann, hat es aufgrund seiner Bewegungserfahrung, schon eine Vorstellung über räumliche Beziehungen gewonnen. Über seine Sinne nimmt es die Umwelt wahr und setzt sich mit ihr auseinander. Es hört besonders gut auf die menschliche Stimme(zuerst die Bezugsperson), wobei es zugleich Blickkontakt sucht, hält und beendet. Es folgt ein gegenseitig beantwortender Austausch im Gespräch zwischen Säugling und Bezugsperson. Mit beginnendem Kleinkindalter kommen Gesten wie Geben, Nehmen, Bitten und Zeigen hinzu. Die sprachliche Kompetenz erlaubt jetzt Bejahen, Verneinen und das Benennen von Gegenständen, wenn die Art des Austausches mit dem Erwachsenen vertraut ist. Immer mehr Interaktionen werden dann vom Kind selbst gestartet, vorausgesetzt es wird hierzu ermuntert und findet einen zuhör-und antwortbereiten Ansprechpartner.


Es ist für die Sprachentwicklung eines Kindes wichtig, dass wir Erwachsene ihm zuhören, beobachten, auf Gestik und Mimik des Kindes sprachlich reagieren indem wir den Dingen einen Namen geben. Vor allem Kleinkinder können ihre Gefühle, Wünsche, Ängste oft noch nicht in Worte fassen und bedienen sich der Körpersprache, z.B. klatschen in die Hände vor Freude oder werfen ihr Spielzeug aus Wut hin. Ich gehe darauf ein indem ich z.B. äußere „ Du freust dich aber riesig über...“ und zeige es über meine Mimik und Gestik und gab der Wahrnehmung „Freude“ einen Namen.
Bei der Begrüßung am Morgen wird gefragt, wie es sich fühlt und in den Tag gekommen ist. Auch wenn es noch nicht antworten kann oder möchte, nimmt es meine Stimme und Mimik wahr. Allein die Aufmerksamkeit meinerseits ist wichtig für das Kind. Erste Zweiergespräche finden im täglichen Umgang, wie Windeln wechseln, Anziehen, Tisch decken, Bücher anschauen und sonstige gemeinsame Tätigkeiten statt. Dabei werden Tätigkeiten/Gegenstände benannt und erklärt, z.B.“ ...jetzt wollen wir die Windel wechseln, hilfst du mir dabei?“ (Kind holt Windel, neue Sachen) Oder „Wir wollen frühstücken, wer stellt die Teller auf den Tisch?“ (...holt den Teller) dabei erfahren Kinder einen Bezug zum genannten Gegenstand und nehmen außerdem über die Sinne (Hände) das Material wahr, was gleichzeitig die Wahrnehmung fördert. 
                             
 
Als Kindertagespflegeperson beteilige ich das Kind im täglichen Umgang an Gesprächen und biete ihm somit Anregung zum Dialog. Wir erzählen über Erlebtes z.B. Waldausflug, Einkauf, Spielplatz, usw. Durch sich täglich wiederholende sprachanregende Tätigkeiten, (Anziehen, Essen, Hände waschen, etc.), Spiele und Musik, (Fingerspiele, Lieder, Bilderlotto, Memory, etc.) wird die Sprache gefestigt und gleichzeitig das Selbstbewusstsein des Kindes gestärkt. Die Folge ist, dass die Kinder immer häufiger ihre Sprache als Kommunikationsmittel einsetzen, zudem erleichtert es ihnen ihren Platz in der Gruppe zu finden.
Als Erwachsener und Bezugsperson bin ich dem Kind immer ein Vorbild und habe ein offenes Ohr. So werden bei uns in der Familie der Tagesablauf, Essenswünsche, Aktivitäten etc. gemeinsam (auch mit den Tageskindern) besprochen und abgestimmt. Viel sprechen und plappern ist daher bei uns Pflicht.
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